Sonderbetrieb ist auf dem Weg

geschrieben von roi.team

Lesen Sie nachstehend den Artikel der Tageszeitung Dolomiten zum Projekt der Zusammenlegung von BLS, SMG, EOS und TIS, an dem das ROI TEAM aktuell arbeitet.
„Der Sonderbetrieb, in dem SMG, EOS, TIS und BLS zusammengeführt werden, wird am 1. Jänner 2016 seine Tätigkeit aufnehmen. Nach Monaten von Analysen und Konzeptarbeit wurden nun die dafür nötigen Schritte und die Besitzverhältnisse in einem Rahmenabkommen zwischen den Eigentümern, also Land und Handelskammer, festgelegt.
Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr haben das Land und die Handelskammer Bozen beschlossen, die im Bereich der Wirtschaftsdienstleistungen tätigen Organisationen – Südtirol Marketing (SMG), Export Organisation Südtirol (EOS), das Innovationszentrum TIS und die Standortagentur BLS – zu einem Sonderbetrieb zusammenzufassen. Damit die Zusammenführung nach Plan verläuft, hat die Landesregierung gestern ein Rahmenabkommen genehmigt und Landeshauptmann Arno Kompatscher ermächtigt, dieses Abkommen mit der Handelskammer zu unterzeichnen. Deren Präsident Michl Ebner hat seinerseits gestern vom Kammerrat für selbiges Abkommen grünes Licht erhalten.
Das Abkommen regelt, welche Handlungen innerhalb welches Zeitraums vorgenommen werden müssen. Grob skizziert gehen die beiden Unternehmen privatrechtlicher Natur – BLS und TIS – schrittweise in der EOS auf. Im Anschluss werden die beiden Organisationen öffentlichen Rechts, EOS und SMG, zum neuen Sonderbetrieb, in Form einer Konsortialgesellschaft zusammengelegt.
„Diese Zusammenführung von vier Organisationen unterschiedlicher Rechtsformen zu einem Sonderbetrieb ist ein hochkomplexer Prozess, der viele Beschlüsse in den verschiedenen Gremien der vier Gesellschaften und der beiden Eigentümer Land und Handelskammer erforderlich macht“, erklärte Landeshauptmann Kompatscher.
Handelskammer-Präsident Michl Ebner bezeichnete das Rahmenabkommen als „wichtigen Schritt“. Die Zusammenlegung werde Synergien mit sich bringen, gleichzeitig werde der neue Betrieb auch eine „Denk- und Ideenwerkstatt zum Wohle der Südtiroler Unternehmen und ihrer Mitarbeiter“ sein. „Die Südtiroler Wirtschaft wird dabei auch ein aktives Mitsprache und Mitgestaltungsrecht haben“, sagte Ebner.
Im Abkommen enthalten ist auch das Besitzverhältnis, das gemäß demWert der vier Gesellschaften im Verhältnis von 60 Prozent (Land Südtirol) zu 40 Prozent (Handelskammer Bozen) festgelegt wird. Dem sechsköpfigen Verwaltungsrat werden Vertreter der Wirtschaft angehören, wobei das Land vier Mitglieder und die Handelskammer zwei Räte ernennen wird.
Die Präsidentin oder der Präsident wird hingegen aus den Reihen der Verwaltungsräte mit einstimmigem Beschluss der Eigentümerversammlung ernannt bzw. im Falle von fehlender Einstimmigkeit vom Verwaltungsrat.
Landeshauptmann Kompatscher und Handelskammerpräsident Ebner sind sich einig, dass durch die Zusammenführung eine schlagkräftige Organisation entsteht, die durch eine nachhaltige Stärkung der Südtiroler Wirtschaft maßgeblich zum Wachstum beitragen wird.“
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