Die Kultur entscheidet über den Erfolg

geschrieben von Teresa Neulichedl

Der Wunsch vieler ist es, eine internationale Karriere mit Kontakten in die ganze Welt anzustreben. Darauf sind allerdings nur die wenigsten vorbereitet. Bevor man in internationalen Geschäften tätig wird, muss die Kultur des Geschäftspartners studiert werden. Ansonsten kann eine Geschäftsbeziehung gar nicht aufgebaut, oder direkt wieder beendet werden. 40% aller internationalen Geschäftsübernahmen scheitern nämlich aufgrund von Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit.

Durch die Erziehung und die Religion werden Menschen von Geburt an beeinflusst. Das führt zu einer unterschiedlichen Führung von Verhandlungen und Mitarbeiter. Vor allem Kritik muss in verschiedenen Ländern anders vermittelt werden.

Probleme können schon bei der Begrüßung anfallen. Ja, auch hier können schon viele Fehler gemacht werden:

  • China: Die Begrüßung mittels Händeschütteln ist eher unüblich. Am besten man wartet auf die Reaktion des Gegenübers und reagiert dann gleich.
  • Indien: Männer werden mit Handschlag begrüßt, Frauen normalerweise mit der Namaste-Geste.
  • Japan: beim Händedruck nie festzudrücken und schütteln; oft kommt auch Kombination aus Handschlag und Verbeugung vor. Bei den Visitenkarten ist eine Übergabe mit beiden Händen wichtig, da es eine Art „Gesicht“ oder Eintrittskarte für eine gegenseitige Beziehung darstellt.
  • Russland: Frauen werden generell mit einem Nicken begrüßt.
  • USA: klassisches Händeschütteln und ein „How are you?“, darauf wird meistens keine ehrliche Antwort erwartet, sondern ein kurz und knappes „fine thanks“.

Ein Arbeiter im Ausland braucht also die sogenannte interkulturelle Kompetenz. Dafür reicht das Wissen über die jeweiligen Sitten und Bräuche nicht aus. Man braucht ein allgemeines Menschengespür, um zu wissen wie man mit den Mitarbeitern umgehen soll. Eine gute Beobachtungsgabe und Zuhörvermögen sind fondamental.

 

In der folgenden Grafik werden einige Eigenschaften von verschiedenen Kulturen dargestellt:

 

Das Problem einer unterschiedlichen Kultur kann aber auch entstehen, ohne dass man in ein fremdes Land geht. Eine unterschiedliche Unternehmenskultur kann eine Geschäftsübernahme zum Scheitern bringen bzw. ein neues Arbeitsverhältnis ruinieren. Sie ist nämlich nicht nur für Kunden und Lieferanten spürbar, sondern vor allem von Mitarbeitern. Die Unternehmenskultur und das Ziehen von allen an einem Strang hat somit einen großen Einfluss auf den Geschäftserfolg. Eine Kluft zwischen Management und Arbeitnehmer kann den Erfolg schnell in einem Misserfolg umwandeln.

Führungskräfte haben dabei eine besondere ethische Verantwortung. Es braucht eine gemeinsame Linie und eine gute Kommunikation. Signale von Mitarbeitern müssen unbedingt wahrgenommen und diskutiert werden. Erfolg kommt von unten und deshalb ist es fondamental, dass Mitarbeiter an die Führung und an die gelebten Werte glauben. Zwei Worte sind dabei wichtig: Sensibilität und Selbstkritik.

Die Kultur ist entscheidend egal ob von den einzelnen Menschen oder vom Unternehmen. 

 

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