Die Gewinnschwelle / Break Even Point

geschrieben von roi.team

Die Gewinnschwelle ist betriebswirtschaftlich gesehen der Punkt, an dem ein Unternehmen alle seine Kosten deckt. Theoretisch erhöht ein Umsatzanstieg den Gewinn im Ausmaß des Deckungsbeitrags. Die englische Bezeichnung „Break Even Point“ zeigt das Wesen der Kennzahl auf: „brechen“, die Umsätze durchbrechen die Kosten und Gewinn wird erzielt. 

Diese Kennzahl ist bei Planungen wichtig, vor allem in Kombination mit der Kennzahl Sicherheitsstrecke Die Kenntnis der Gewinnschwelle ermöglicht es, ein klares Bild der Kosten / Umsatzrelation zu erhalten: Kann ich mir es in bestimmten Momenten leisten, auf Umsatz zu verzichten oder ist dieser ein absolutes „Muss“?

Die Berechnung ist im Grunde einfach:

·         Berechnung des Deckungsbeitrag in % zur Betriebsleistung

·         Errechnen der fixen Kosten (auch Strukturkosten genannt)

·         Division der Strukturkosten durch den Deckungsbeitrag in %

·         Das errechnete Ergebnis entspricht der Gewinnschwelle.

Die Formel lautet: Fixe Kosten

Deckungsbeitrag in %

Die Kennzahl „Sicherheitsstrecke“, drückt aus , wie weit der Umsatz / die Betriebsleistung sinken kann, bis der Break Even Point erreicht wird. Die Sicherheitsstrecke sollte je nach Branche höher als 15% sein, in jedem Falle aber höher als der Umsatz mit den drei stärksten Kunden / den 3 wichtigsten Produkten.

Diese Kennzahl dient vor allem dazu, das Risiko eines Umsatzeinbruchs zu erkennen und bereits im Voraus zu definieren:

·         Wie viel Umsatz kann ich mit meinen drei stärksten Kunden machen?

·         Wie reagiere ich auf Umsatzrückgang?

Gerade das Vorbereiten auf schlechte Zeiten gehört zu den wichtigsten unternehmerischen Aufgaben und ist damit Pflicht. Die Kenntnis dieser zwei Kennzahlen kann somit einwandfrei als unternehmerische Basis betrachtet werden.