Als Unternehmen von der Konkurrenz profitieren

geschrieben von roi.team

 

Um die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes zu erhöhen wird oftmals gezielt um Unternehmen geworben. In vielen Fällen nimmt diese gezielte Ansiedlung eine Schlüsselposition für den Wissenstransfer und Innovationsprozess ein. Leider wird diese zunehmende Konkurrenz von vielen heimischen Unternehmen eher negativ als positiv wahrgenommen.

Die bereits ansässigen Unternehmen sehen in dem Konkurrenten oftmals nur einen reinen Verdrängungswettbewerber und können sich nur bedingt vorstellen auch selbst von der Konkurrenz zu profitieren. Jedoch, anstelle nur an den Aspekt der Konkurrenz zu denken, sollten Unternehmen stets im Hinterkopf behalten, dass auch sie auch von dem Technologietransfer und dem zusätzlich generierten Knowhow profitieren können. Schließlich kann zunehmende Konkurrenz untereinander sehr befruchtend sein.

Oftmals können Unternehmen, welche sich am selben Standort befinden und ähnliche Produkte herstellen, sich durch ausgesuchte Synergien oder gezielte Partnerschaften zu einem Majorplayer entwickeln. Anstelle in eigener Regie und allein zu agieren und sich sogar noch untereinander Konkurrenz  zu machen, könnten sich diese Unternehmen zusammenschließen und durch Kooperation in Zulieferung, Einkauf, gemeinsamer Forschung & Entwicklung  profitieren. Durch solche Partnerschaften hätten die jeweiligen Unternehmen viel mehr Macht gegenüber Lieferanten, könnten innovativer werden, mehr exportieren und globaler agieren. Gemeinsam wären sie stärker und könnten sich zum Leader entwickeln und zugleich den jeweiligen Standort stärken.

Dennoch muss darauf geachtet werden, dass das Unternehmen am Standort eine Ergänzung, eine Verbesserung und eine Entwicklung darstellt und das es nicht ein reiner Konkurrent von bestehenden Unternehmen am Markt ist und keinen Gewinn für die Region und die Unternehmen darstellt.

Ergänzend sollte sich gezielt um Unternehmen bemüht werden, welche ein bestehendes Manko am Standort auffüllen, in die Wirtschaftsstruktur hineinpassen und einen Vorteil für die Region bilden. Darüber hinaus sollten diese Unternehmen eine Wertschöpfung haben, die im Land bleibt und dem eigentlichen Standort sowie den bereits ansässigen Unternehmen zu Gute kommt.

Um dieses zu erreichen sollte die heimische Wirtschaft eng mit der jeweiligen Region zusammenarbeiten um als ein Vermittler von wichtigen Kenntnissen zu agieren. Als Unternehmen darf man dann auch nicht zu viel Angst vor der zunehmenden Konkurrenz haben, da sich ein Unternehmen trotzdem durchsetzen muss, auch wenn sich die Konkurrenz nicht direkt vor der eigenen Haustür befindet. Einem internationalen Unternehmen sollte der Konkurrenzaspekt sowieso nichts ausmachen, da es gewohnt ist sich in einem internationalen Umfeld zu behaupten.

Für die langfristige Entwicklung eines Unternehmens hingegen braucht es unbedingt Konkurrenz, damit dieses gezwungen ist innovativ zu werden und sich durchzusetzen. Das belebt den Markt, macht erfinderisch und führt dazu, dass das Unternehmen und die Wirtschaft vor Ort an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen.