Wie gerecht ist Gleichheit?

geschrieben von Christian Gruber

Unsere Vorstellung von Gerechtigkeit ist vor allen Dingen eine materielle, es geht also um Teilhabe und Zugänge. Dabei hat sich die Interpretation der sozialen Bewegungen durchgesetzt: Gerecht ist, was gleich ist. Gleichheit ist im System der „sozialen Gerechtigkeit“ der wichtigste Maßstab.

Stattdessen gilt es, sämtliche geschlechtsspezifische sowie gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und Unterschiede aufzuheben, um so den Menschen zu ermöglichen, nach ihren individuellen Fähigkeiten und Vorlieben zu leben, statt nach gesellschaftlich vorgegebenen Geschlechterrollen. Die Gerechtigkeit ist letztlich genauso unterschiedlich wie wir Menschen selbst.

Im Kampf um Gerechtigkeit geht es um das Recht, sein zu dürfen, wer man ist. Selbstständigkeit ist das Schlüsselwort beim Thema Gerechtigkeit, Gleichheit und Emanzipation. Gerechtigkeit ist letztlich individuell und kann nicht mit Gleichheit definiert werden. Was für den einen gerecht ist, ist für den anderen mehr als ungerecht obwohl beide Parteien über dieselben Rahmenbedingungen verfügen. Das ist deshalb der Fall, weil es zu beachten gilt, dass die Vorstellung jedes Menschen unterschiedlich ist und somit auch das jeweilige Empfinden von Gerechtigkeit.

“Human Diversity is a resource, not a handicap” (Margaret Mead)

 

Quelle: Wirtschaftsmagazin brand eins, Wikipedia

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