Vom Sinn des Wirtschaftens

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Christian Gruber

Der liberale Ökonom Milton Friedman hat den Zweck von Unternehmen einst klar benannt: Das höchste Ziel ist die Maximierung des Gewinns, der dann zu einem guten Teil an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Weil sie die Einzigen sind, denen gegenüber das Unternehmen eine soziale Verpflichtung hat.

Die Wirtschaft lebt also nur vom ständigen Streben nach Gewinn? Oder geht es viel mehr darum, einen gesellschaftlichen Nutzen zu schaffen? Besteht die Verantwortung nur gegenüber den Aktionären oder sollte diese gesellschaftlicher Natur sein? Profitiert die Wirtschaft nicht auch von einer finanziell stabilen und zufriedenen Gesellschaft? Denn Angebot braucht Konsum und Konsum braucht Kaufkraft, welche wiederum nur dann ausreichend gegeben ist, wenn das Wirtschaftssystem einer Gesellschaft funktioniert. Und die Hauptakteure, welche die gesellschaftliche Struktur beeinflussen, sind die Unternehmen.

Durch Forschung und Entwicklung steigt die Lebensqualität, welche wiederum zugunsten der Allgemeinheit geht. Arbeitsplätze werden geschaffen und eine Infrastruktur wird aufgebaut. Ziel sollte es sein, ein finanzielles sowie soziales Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu schaffen und die Einkommenskluft zu minimieren um ein harmonisches Zusammenleben einer Gesellschaft zu ermöglichen.

Denn in der Regel geht ein rein gewinnorientiertes System zulasten der Beschäftigten, der Zulieferer, der Kunden, der Umwelt oder künftiger Generationen. Ist das der Sinn des Wirtschaftens?

 

Quelle: Wirtschaftsmagazin brand eins

 

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