Verantwortung und Schuldzuweisung

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Horst Völser

Ein Skiliftbetreiber wird verklagt, weil eine Person eine Skipiste mit der Rodel befährt und sich dabei verletzt; Wanderwege werden von Bauern gesperrt, da sie befürchten bei Unfällen zu Rechenschaft gezogen zu werden. Im Interview sagt der Bürgermeister von Lana, zwar etwas überspitzt, aber völlig zu Recht: bei einem Unfall wird zuerst der Rechtsanwalt angerufen und erst danach werden die Rettungsdienste verständigt.

Mir scheint derzeit sind viele Menschen von einem Gedanken beseelt: ich bin nicht der / die Schuldige, es waren die Umstände. Das Thema Verantwortung wird ausgeklammert, bei Seite geschoben, auf Dritte abgewälzt.

Dabei ist es doch natürlich, dass ich als Person für mein „Tun und Lassen“ die Verantwortung trage. Das Wegschieben von Verantwortung ist vielleicht rechtlich akzeptiert und führt bis zur Absurdität einer Schadensersatzforderung, die eigentliche Verantwortung für mein „Tun und Lassen“ bleibt trotzdem bei mir. Ich bin für das was ich entscheide verantwortlich und die Schuld für Fehler anderen zuzuschieben ist nur eine Ausrede dafür, nicht zu seinen Entscheidungen zu stehen.

Genauso verhält es sich mit dem Wort „muss“. Es gibt Menschen, die müssen immer irgendwas tun, etwas akzeptieren, nie können sie selbst frei entscheiden. Nun mag das vielleicht manchmal so sein, aber die meisten Entscheidungen treffe ich selbst und habe auch die Möglichkeit der Wahl.

 

Ich freue mich über eure Rückmeldungen zu diesem Thema,

 

Horst Völser

 

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