So misslingt die Krisen-Kommunikation garantiert

geschrieben von Moritz Jäger

Es würde das Blog-Format sprengen, ausführlich zu erklären, was gute Krisen-Kommunikation ausmacht. Ansich ist es ja nicht allzu kompliziert: die Öffentlichkeit rasch und möglichst transparent über Probleme oder Fehler informieren und glaubwürdig Besserung geloben. Im besten Fall geht ein Unternehmen gestärkt aus einer Krise hervor.

Was mich immer wieder fasziniert: wenn wider besseren Wissens zur sogenannten „Salami-Taktik“ gegriffen wird; wenn also Infos nur scheibchenweise auf Druck preisgegeben werden. Beispiele, wie diese Taktik regelmäßig krachend scheitert, gibt‘s genug. Deutschlands Ex-Präsident Wulff etwa stolperte weniger über die eigentliche Sachkrise (er wurde von allen Anklagen freigesprochen), sondern vielmehr über seine diffuse Kommunikation und vor allem am Versuch, die Presse zu beeinflussen.

Jedoch: Das Gegenteil der Salamitaktik, die völlige Transparenz, ist nicht immer richtig. Legt ein Unternehmen die Karten zu früh auf den Tisch und sagt vorauseilend „Sorry“, könne das als Schuldeingeständnis angesehen werden und zu Schadensersatzklagen führen, warnt Romy Fröhlich, Professorin an der Münchner Ludwigs-Maximilians-Universität. Gerade Unternehmenssprecher sollten im Spagat geübt sein: zwischen dem, was das Management preisgeben will und dem, was die Öffentlichkeit wissen will.

Das ROI TEAM bereitet Sie gerne auf den K-Fall vor.

Quelle: „Ab durch die Krise“, Ludwig-Maximilians-Universität München, 14.03.2016, https://www.uni-muenchen.de/forschung/news/2016/froehlich.html

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