Siebenschläfer oder Workaholic?

geschrieben von roi.team

Ein Extrembeispiel ist Tim Cook: Sein Wecker klingelt um 03:45 Uhr. Die frühen Morgenstunden nutzt der CEO von Apple, um seine persönlichen Anliegen zu erledigen, Mails zu beantworten und Sport zu treiben. Er schaltet das Licht in der Früh als erstes ein und am Abend als letztes wieder aus. In seinen Interviews erzählt er stolz, dass er ein schlafloser Workaholic ist.

Doch er ist nicht der einzige, viele Topmanager und Politiker, prahlen damit, wie wenig Schlaf sie benötigen: Tesla CEO Elon Musk braucht ganze sechs Stunden, wohingegen US-Präsident Trump vier Stunden ausreichen.

Aus der Allensbach-Studie geht hervor, dass „Normalschläfer“ keine Chance auf eine Führungsposition haben, denn wer viel Schlaf braucht, wird niemals Chef. Karriere verpennt.

Arianna Huffington, die Gründerin von „Huffington Post“ arbeitete im Jahr 2007 so viel und schlief so wenig, dass sie eines Tages im Büro zusammensackte und sich den Kieferknochen brach. Schlafmangel hat aber noch weitere negative Folgen: es leidet nicht nur die Arbeitsweise darunter, sondern auch das Aussehen, man ist unkonzentriert, leicht reizbar und viel emotionaler als sonst. Die Liste der negativen Folgen ist lang, aber was nicht unterschätzt werden darf ist die erhöhte Risikofreude: da es schwieriger ist aufgenommene Informationen zu bewerten lässt man sich eher auf einen Kompromiss ein, welcher am nächsten Tag bereits bereut wird.

Arianna Huffington betont seit ihrem Unfall stets, dass wir aufhören sollten, mit Schlafmangel zu prahlen und stattdessen sollten wir uns mehr Ruhe gönnen.

Bedenken Sie, ausgerechnet unsere wichtigsten Entscheidungsträger führen das Feld der Schlaflosen an und sollten trotz allem ein ganzes Land leiten.

 

Quelle: Kunzmann, K. (2018), Schlaf, Cheflein, schlaf. Zeitschrift: Absatzwirtschaft, Nr. 10

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