Fuckup Nights – Aus Fehlern lernt man!

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Julian Thaler

„Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird!“ Keinen anderen Menschen prägt diese Aussage mehr als jenen, dem dieses Zitat zugesprochen wird: Winston Churchill, einen der bedeutendsten britischen Staatsmänner. Immer wieder in seiner politischen Laufbahn gab es für ihn Rückstöße und immer wieder konnte er diese überwinden, bis er wichtige Meilensteine für den Frieden in Europa legte und zweimal britischer Premierminister wurde.

Trotz derartiger, von Höhen und Tiefen geprägter Lebens- und Erfolgsgeschichten werden im deutschsprachigen Raum, auch bei uns Südtirol, erfolgreiche Menschen nur aufgrund ihrer bisherigen Erfolgsgeschichten verehrt und über Misserfolge oder gar über das Scheitern wird kaum ein Wort verloren. Obwohl genau diese Erfahrungen den größten Lernfaktor erzielen.

 

Seit einigen Jahren gibt es aber Gründer, Unternehmer und erfolgreiche Personen, welche gezielt über ihre Misserfolge sprechen, um anderen Menschen damit zu helfen. Bei den sogenannten Fuckup Nights, welche weltweit – von Amerika über Deutschland bis hin zu uns nach Südtirol – veranstaltet werden, versuchen mehrere Sprecher auf humoristische und oft auch selbstironische Art und Weise ihre eigene Geschichte des Scheiterns innerhalb von 10 Redeminuten zu präsentieren. Anschließend können die Zuhörer Fragen stellen. Dadurch soll den Zuhören in kurzer Zeit verschiedene Arten des Scheiterns dargestellt werden.

Mithilfe der Stories der Sprecher sollen den Zuhörern der Fuckup Nights folgende Ziele im Umgang mit Misserfolgen nahegebracht werden:

  • Scheitern als reale Möglichkeit akzeptieren
  • aus den Fehlern anderer lernen
  • die eigenen Fehler nicht zu ernst nehmen
  • verinnerlichen, dass Scheitern zum Erfolg gehört
  • gestärkt aus Rückschlägen hervorgehen
  • aufzeigen, dass Scheitern auch eine Chance und einen Neuanfang bedeuten kann

Dadurch soll eine Kultur geschaffen werden, welche aus dem Scheitern einzelner lernt und davon profitiert.

 

Ich persönlich sehe die Fuckup Nights auch für uns Südtiroler als sehr interessante und lehrreiche Veranstaltung, denn auch viele von uns sehen das Scheitern als sehr großes Risiko und entscheiden sich deshalb oft gegen einen Weg in die Selbstständigkeit oder gegen eine Führungsposition. Mithilfe der oft interessanten, aber auch harten Geschichten der Fuckup-Speakers können wir vieles Lernen und vielleicht auch den Mut aufbringen, neue Herausforderungen anzugehen.

 

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