Erhöhte Vorsicht ist notwendig! Blog zum Thema: Sicherheit im Internet

geschrieben von Horst Völser

Über Sicherheit im Internet wurde und wird viel geschrieben. Viele der darin beschriebenen negativen Folgen sind bei gutem, professionellem Umgang vermeidbar. Trotzdem werden immer wieder auch Profis überlistet und in manchen Fällen ist der Schaden sehr groß.

Erlaube mir einen Fall zu schildern, der einem unserer Kunden kürzlich widerfahren ist:

Ein, unserem Kunden gut bekannter, langjähriger, Lieferant aus dem Ausland hat einen großen Auftrag erhalten und sendet daraufhin eine E-Mail mit sinngemäß folgendem Inhalt:

„Sehr geehrter Kunde, wir bedanken uns recht herzlich für den Auftrag vom ……. mit einem Wert von …… und teilen ihnen mit, dass wir die Rohwaren auf Grund von Weltwirtschaftlichen Umständen im Voraus bezahlen müssen. Wir möchten dies ohne weitere Kreditaufnahme durchführen und ersuchen Sie daher, 50% des Auftragswertes im Voraus zu bezahlen, als Gegenleistung gewähren wir auf diese Anzahlung 4% zusätzlichen Rabatt. Bitte überweisen Sie auf das Konto mit dem IBAN …“

Unser Kunde nimmt das Schreiben ernst: der Weltmarkt in diesem Bereich ist derzeit im Umbruch, klingt alles logisch und klar – Liquidität ist vorhanden. Er nimmt das Angebot an und überweist auf das angegebene Konto.

Obwohl unser Kunde den Lieferanten gut kennt (die Mail stammt aus dem Unternehmen – Prüfung des Headers) wird er misstrauisch und ruft den zuständigen Mitarbeiter an. Dieser weiß von nichts und informiert die Direktion. Der Geschäftsführer des Lieferanten ruft kurz darauf an und teilt mit, er habe eine solche E-Mail nie versandt und außerdem sei sein Unternehmen mehr als liquide, so einen Betrag könne er jederzeit sofort bezahlen.

Nun beginnt die Suche nach dem Schreiber der E-Mail und der Lieferant muss feststellen: sein EDV System wurde professionell gehackt und der / die Hacker haben mehr als einen Kunden abgezockt. Geld wurde überwiesen, das Konto mittlerweile gelöscht und das Geld ist weg.

Daher: Vorsicht bei Lockangeboten und bei Wechsel der Bank (IBAN), auch bei gut bekannten Lieferanten, lieber einmal mehr nachfragen als in die Falle tappen.

NB.: Uns liegen die Dokumente vor, die diesen Fall beweisen. Laut Aussage der Ordnungskräfte häufen sich solche Fälle. Daher ist erhöhte Vorsicht geboten!

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