Erbseninnenseitenpolierer

geschrieben von Moritz Jäger

Deutsche Sprache – schwere Sprache? Nein. Sie wird oft nur unnötig kompliziert verwendet.

Bandwurm-Sätze, lang wie Behörden-Flure oder abstraktes Fach-Chinesisch, gespickt mit Gesetzes-Paragraphen – all das macht das Lesen zur Qual und den Inhalt zunichte. Dabei wäre der Inhalt doch so wichtig! Man denke an Verträge oder öffentliche Ausschreibungen…

Lösung: die sogenannte einfache Sprache oder die leichte Sprache.

Die einfache Sprache verzichtet auf alles, was kompliziert ist. Die leichte Sprache ist noch viel einfacher: Sie ist für Menschen gedacht, die nicht gut lesen können. Viele Behörden bieten Informationen bereits in leichter Sprache an.

Hier ein paar Regeln (in Anlehnung die Regeln des Netzwerk leichte Sprache, leichte-sprache.org):

• kurze Sätze formulieren, und nur eine Information pro Satz

• Aktiv-Sätze formulieren statt passive (z.B. statt „Der Antrag ist mit einer Stempelmarke zu versehen“ besser „Sie müssen eine Stempelmarke auf den Antrag kleben“)

• zusammengesetzte, ungewöhnliche Wörter mit Trenn-Strichen unterteilen (z.B. „Erbsen-Innenseiten-Polierer“)

• etc.

Ist das nicht etwas zu, pardon, deppert? Nein. Wer viel am Bildschirm arbeitet, freut sich über kompakte, gut strukturierte Sätze. Wem schon die Augen flimmern, der stochert nicht gerne im Buchstaben-Salat. Zudem muss in Südtirol ja viel übersetzt werden – und je einfacher in der Ausgangs-Sprache formuliert wird, desto leichter tun sich Übersetzer, Leser und sonstige Betroffene.

Versetzen Sie sich doch mal in die Lage Ihrer Leser 🙂

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.