Du wurdest geboren um echt zu sein, nicht um perfekt zu sein

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Horst Völser

Wer möchte nicht perfekt sein?

Dabei besitzt der Begriff perfekt noch nicht einmal eine Definition. Was für mich perfekt ist, kann für die Nächste unvollständig sein, für einen Dritten sogar fehlerhaft. In der Betriebswirtschaft sprechen wir oft von einer Kosten- und Nutzenkurve und diese spricht eine deutliche Sprache. Für Genauigkeit kann man mehr bezahlen, als die Nutzung es oft wert ist. Das Erreichen von hunderprozentiger Genauigkeit kostet immens viel. Obendrein ist es in vielen Fällen sinnlos.

Für Wenige ist die hundertprozentige Genauigkeit notwendig, ein Chirurg kann sich bei der Operation beispielsweise keine Fehler erlauben. Bei vielen anderen Aktivitäten hingegen reichen 98% – Genauigkeit aus, um das Ziel zu erreichen. Bei vielen beruflichen wie persönlichen Handlungen ist jedoch noch nicht mal das Ziel eindeutig definiert, sondern nur eine anzustrebende Bandbreite, die dann „perfekt“ ist.

In diesem Sinne bin ich lieber echt als perfekt. Ich möchte weiterhin meine Ziele erreichen, aber eine hundertprozentige Zielerreichung erscheint mir als Übertreibung. Wie gut, dass ich kein Chirurg bin. Ich gebe mich gerne mit 99% zufrieden –  meine Definition von „Perfektion“.

 

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