Die Rentabilitätsanalyse nach DuPont

geschrieben von roi.team

Unter all den Erfindungen, die der US-amerikanische Chemiekonzern DuPont auf den Markt gebracht hat – so unter anderem die Chemiefasern Elastan, Nylon, Teflon und Neopren – ist wahrscheinlich keine so einflussreich wie dessen im Jahr 1919 konzipierte Formel zur Analyse der Gesamtkapitalrentabilität eines Unternehmens. Kaum eine Investitionsentscheidung wird seither getroffen, ohne nicht vorher den ROI – also den Return-On-Investment – zu berechnen.

Die Formel könnte in ihrer Grundform nicht simpler sein: ROI = Gewinn / Gesamtkapital. Das Ziel der Unternehmensführung ist somit nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Maximierung des Ergebnisses pro eingesetzter Kapitaleinheit.

Hinter dem DuPont-Ansatz zur Rentabilitätsanalyse steckt aber noch viel mehr. Ein in sich zusammenhängendes Kennzahlsystem durchleuchtet jeden kritischen Aspekt der Unternehmensbilanz.

Die zweite Ebene der Kennzahlenpyramide bilden die Umsatzrentabilität (=Gewinn / Umsatz) und der Kapitalumschlag (=Umsatz / Gesamtkapital), deren Produkt wiederum den ROI ergibt. Der ROS – Return-On-Sales – sagt aus, wie viel Prozent des Umsatzes in einer Rechnungsperiode als Gewinn verblieben ist und gibt somit entscheidende Hinweise auf die Marktstellung eines Unternehmens. Die Kapitalumschlagshäufigkeit sagt aus, wie intensiv das Gesamtkapital im Unternehmen genutzt wird. Je größer die Kennzahl ausfällt, umso intensiver und effektiver wird das im Unternehmen investierte Kapital eingesetzt und umso besser ist die Gesamtkapitalrentabilität. In der Umsatzrentabilität fließen alle Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit ein. Die Formel des Kapitalumschlags beinhaltet hingegen alle Positionen der Unternehmensbilanz.

Welche Bausteine der ROI-Kennzahlenpyramide haben in Ihrem Unternehmen Optimierungspotenzial?

 

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