Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen

geschrieben von roi.team

Schon der Titel des Buches von Rolf Dobelli fasziniert, und das Buch hält was es verspricht.

Als Beispiel nenne ich einen von 52 Denkfehlern, den wir laufend begehen: „The Swimmer’s Body Illusion“.

Ein Mann fasst den Entschluss, seine Fitness zu verbessern und auch einen attraktiveren „Body“ zu erhalten. Er sieht sich verschiedene Sportler an, von Fußballern über Skifahrern bis zu den Schwimmern. Die Schwimmer gefallen ihm: breite Schultern, schmale Hüften, gelenkig und elastisch. Er ist immer schon gerne geschwommen und beschließt Schwimmer zu werden. Fortan besucht er dreimal pro Woche einen Leistungskurs im Schwimmen.

Nach einem halben Jahr lässt er sein Training jedoch enttäuscht sein. Er hat zwar eine wesentlich verbesserte Fitness, allerdings sind seine Schultern nicht bedeutend breiter geworden und auch die Hüften wurden nicht so schmal, wie er es sich vorgestellt hatte.

Er ist der Illusion erlegen, dass Schwimmen seinen Körperbau verändere. Das stimmt jedoch nicht. Gute Schwimmer sind unter anderem deshalb so gute Schwimmer, weil ihr Körperbau die Voraussetzung dafür bietet. Genauso hilft Schminke und Make up nicht, eine Modelfigur zu erhalten. Models werden Models, weil sie von Natur aus schön sind.

Aber diese Illusion gibt es nicht nur beim menschlichen Körper; sie begegnet uns laufend. Ist diese Universität so gut oder wird sie wegen ihres Rufs vor allem von Studenten besucht, die ehrgeizig ihren Weg gehen? Verdient sie so viel, weil sie ein Masterstudium absolviert hat oder hat sie es aufgrund ihrer Fähigkeiten so weit im Beruf gebracht und auch ein Masterstudium abgeschlossen?

Ich möchte Sie mit diesem Beitrag keinesfalls von Ihrem Training demotivieren, ich lade Sie einfach dazu ein, sich darüber Gedanken zu machen, bei welchen Themen Sie Ursache und Wirkung verwechseln und wo die Illusion etwas vorgaukelt.

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